Donnerstag, 22.09.2016, um 20 Uhr

Gedok-Galerie, Hölderlinstraße 17, Stuttgart

 

Der Tisch des Dichters – und andere Begegnungen

„Der Tisch von Thomas Mann steht im Wohnzimmer meiner Tante“. So beginnt eine Erzählung von Gabriele Loges. Die Ich-Erzählerin sitzt in dieser Geschichte „zwischen den Stühlen“: auf der einen Seite die Literatur in Gestalt von Klaus und Thomas Mann, auf der anderen Seite die Tante, die so wunderbar Frankfurter Kranz backen kann. "Fiktional-dokumentarische Geschichten, also "autofiction" im weitesten Sinne, interessiert mich", sagt die Autorin.  Ihre Kurzprosa ist mal mehr, mal weniger geprägt vom Spannungsfeld zwischen Fiktion und Realität – das letztlich dazu dient, Neues zu erzählen.

An acht Abenden werden wir auch in diesem Jahr über verschiedene Romane gemeinsam diskutieren. Jeder Leser liest anders und kann seine Sicht den anderen mitteilen. Gemeinsam sieht man mehr, versteht man mehr. Die Figuren der Romane, ihre Geschichten und die Kunst der Darstellung werden im Gespräch beleuchtet. Der Blick beim Lesen von Literatur wird im Laufe der Zeit geschärft.

Es wird darum gebeten, die Bücher vor dem jeweiligen Abend zu lesen. Wir haben acht Werke ausgewählt, darunter mit Nagib Machfus (1911-2006) einen Klassiker der modernen Literatur. 1998 hat der ägyptische Schriftsteller den Literaturnobelpreis erhalten. Es ist ohne weiteres möglich, nur einzelne Abende zu besuchen. Wir wünschen wieder Freude und Anregung beim Lesen.