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Der Vater ging danach nicht mehr über die Grenze. Nicht mehr in Richtung Frankreich. Das war das Einzige, was er dazu sagte. Nur einmal ergänzte er, dass er in der Nähe der Loire gewesen sei. Vier Jahre Gefangenschaft nach kurzer Kriegszeit. Der Krieg. Siebzehn war er und krank sei er geworden. Diphterie habe er bekommen. Das war ein Glück, sagte er. So entkam er dem Töten.

Später würde er die politische Mitte suchen. Er fürchtete sich davor, dass die Demokratie verloren gehen könnte, wie damals. Nie wieder Krieg, das war ihm wichtig. Und nie wieder nach Frankreich. Die Grenze war nicht fern. Er fand eine Frau. Sie war eine Heimatvertriebene. Seine Tochter Susanne würde auf dem Gymnasium Latein statt Französisch wählen.